"Meistersinger" in der "Opernwelt"


"Heiter, leicht, geradeheraus": So charakterisiert die Zeitschrift "Opernwelt" in ihrer gerade erschienenen Juni-Ausgabe "Die Meistersinger von Nürnberg", die gemeinsame Abschiedsarbeit von GMD Frank Beermann und Chefregisseur Michael Heinicke in Chemnitz. Über Beermanns Dirigat schreibt der Autor Uwe Friedrich: "Beermann liest die Partitur ohne Pathos, entdeckt spielopernhafte Leichtigkeit (...) und kehrt die heitere Seite des Stücks hervor. Die Robert-Schumann-Philharmonie nimmt den Ball mühelos auf. In Sachen Virtuosität, klanglicher Schmelz und stilistische Bandbreite hat das Orchester in den neun Jahren unter Beermann enorm gewonnen (...). Diese Erfahrungen zahlen sich aus, die Musiker folgen ihrem Dirigenten flexibel, formen jedes Detail plastisch aus, verwandeln den trägen symphonischen Strom, zu dem die 'Meistersinger oft gerinnen, in einen kristallklaren Gebirgsfluss."


Über Michael Heinicke schreibt die Zeitschrift: "Operngeschichten so zu erzählen, dass das Publikum sie auf Anhieb versteht oder (wieder-)erkennt, das war stets sein Ziel. Und es formte eine schnörkellose, narrative Bühnenästhetik, die keineswegs in szenischer Kulinarik aufging. (…) Der Erfolg seiner stets ausverkauften ‚Meistersinger‘-Abschiedsinszenierung zeigt (…): Es gibt eine starke Sehnsucht nach Bewährtem. Vielleicht mehr denn je."