Projekt "Luther und Marx"

In Chemnitz, das von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt hieß, sind Präsenz und Widerstreit von Marx und Luther als Erinnerungsorte der ostdeutschen Gesellschaft in besonderer Weise materiell sichtbar. Martin Luther ist mittels kirchlicher Kunst- und Baudenkmale präsent. Überragt wird er von Karl-Marx -als Monumentalplastik mit offenkundigem Überbietungsanspruch steht er im Zentrum der Stadt. Die sinnfällige Präsenz ist Anstoß für das Projekt „Luther und Marx“, das von der Ev.-Luth. Kirche, der Technischen Universität und den Theatern Chemnitz initiiert und vorbereitet wurde. Die Auftaktveranstaltung mit Podiumsgespräch, Musik und Tanz findet am Mittwoch, 5. April 2017, um 19.30 Uhr in der St. Jakobikirche statt.