Letzte Briefe

Reiner Feistels Ballettabend "Mozart-Briefe" ist am Freitag, 19. Mai 2017, um 19.00 Uhr zum letzten Mal im Opernhaus zu sehen.


Am 5. Dezember 1791 starb in der ersten Stunde nach Mitternacht in der Rauhensteingasse 8 in Wien mit knapp 36 Jahren ein Komponist, dessen Ruf als musikalisches Genie über Zeiten und Länder hinausstrahlt und dessen Leben in besonders persönlicher Weise anhand seiner Briefe zu entdecken ist. Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart gibt in der Fülle seiner Korrespondenzen, die er vor allem auch während seiner vielen Reisen durch Österreich, Deutschland und Italien führte, Einblicke in sein Wirken, seine Zeit und sein eigenes Wesen. Zwischen großer Not und Heiterkeit changieren nicht nur Mozarts Kompositionen, sondern ebenso seine brieflichen Schilderungen.

Reiner Feistel erschafft, eingerahmt von Mozarts Musik und seinen Briefen, einen tänzerischen Raum, um dem Komponisten jenseits biografischer Fakten nachzuspüren. In atmosphärischen Bildern bekommen die Zuschauer eine Ahnung des Menschen, der  hinter dem vielbeschworenen Genie und Wunderkind zu entdecken ist. Dabei bebildert der Tanz nicht allein die Worte, sondern es entsteht ein Spannungsfeld zwischen Musik, Tanz und Sprache, die allesamt als Mittel zur Erfassung der Welt und der eigenen Geschichte erlebbar gemacht werden und Wolfgang Amadeus Mozart in seiner Menschlichkeit und seiner Ähnlichkeit zu uns zeigen.