Brahms und Strauss

Brahm's Klavierkonzert Nr. 2 und Strauss' Tondichtung "Ein Heldenleben" erklingen im 8. Sinfoniekonzert dieser Spielzeit am Mittwoch, 5. April, um 19.00 Uhr und am Donnerstag, 6. April 2017, um 20.00 Uhr im Großen Saal der Stadthalle. Als Klavier-Solistin ist Martina Filjak zu erleben. Roman Brogli-Sacher dirigiert die Robert-Schumann-Philharmonie.


Bereits mit seinem ersten Klavierkonzert, welches er im Alter von knapp 25 Jahren in Hannover selbst als Solist uraufführte, hatte Johannes Brahms versucht, diese Gattung auf die Ebene der Sinfonie zu heben, indem er das Gewicht zwischen Klavier und Orchester auf neuartige Weise verteilte. Das Uraufführungspublikum war schockiert, doch Brahms schrieb an einen Freund: "Trotz alledem wird das Konzert noch einmal gefallen, wenn ich seinen Körperbau gebessert habe, und ein zweites soll schon anders lauten." Er sollte Recht behalten: Sein zweites Klavierkonzert lautete anders, war viel ausgereifter in seiner Form, aber es vergingen knapp 20 Jahre, bevor er es in Angriff nahm. Die Uraufführung fand mit großem Erfolg 1881 statt. In seiner Tondichtung "Ein Heldenleben" reflektierte Richard Strauss am Ende des romantischen 19. Jahrhunderts über sein bisheriges Schaffen. Über die erste Berliner Aufführung am 22. März 1899 konstatierte Claude Debussy: "Das ist ein Bilderbuch, das ist sogar Film ... Aber man muss sagen, dass ein Mann, der mit so unermüdlichem Streben und Mühen ein Werk wie dieses geschaffen hat, fast so etwas wie ein Genie ist."