Trauer um Schauspieler Ulrich Lenk

Die Theater Chemnitz trauern um Ulrich Lenk, der gestern, am 16. Juli 2015, im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Er war ein großartiger Schauspieler und ein wunderbarer Kollege.


Ulrich Lenk wurde 1966 in Dresden  geboren und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Rostock. In den letzten Jahren war er als Schauspieler in Fest- und  Gastengagements u. a. am Theater Basel, St. Pauli Theater Hamburg, Grand Theatre Luxembourg, bei den Festspielen Bad Hersfeld und den Ruhrfestspielen Recklinghausen, am Deutschen Theater Göttingen, an den Städtischen Bühnen Münster, der Theaterphilharmonie Gera-Altenburg, dem Neuen Schauspiel Erfurt und am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. Ebenso war er in Gesangsrollen in Opern- und Musiktheaterproduktionen zu erleben, u. a. an der Neuköllner Oper Berlin und beim Opernfestival Berlin. Darüber hinaus arbeitete er auch als Darsteller und Sprecher für Film-, TV- und Radioproduktionen. Der Kinofilm „Tears of Kali“, in dem er den Haym spielte, wurde u. a. 2004 mit dem „Silver Melies“ ausgezeichnet.


Seit der Spielzeit 2013/2014 war Ulrich Lenk am Schauspielhaus Chemnitz engagiert. Auch hier überzeugte er das Publikum sofort mit seinem großen Talent und seiner starken Bühnenpräsenz, so u. a. als Häuptling Bromden („Einer flog über das Kuckucksnest“), Hovstad („Ein Volksfeind“), Martin Heidegger („Hannahs Dämon“), Erzbischof und Beaudricourt („Jeanne oder Die Lerche“), Winston Churchill („The King’s Speech – Die Rede des Königs“) oder zuletzt als Vater in der Uraufführung „Vom Ende der Kindheit“.


Die Theater Chemnitz werden Ulrich Lenk in Zuneigung und Respekt ein ehrendes Andenken bewahren.


In der GALERIE:

Ulrich Lenk in

(1) "Hannahs Dämon" (als Martin Heidegger, mit Ulrike Euen)

(2) "Ein Volksfeind" (r., mit Marko Bullack und Philipp von Schön-Angerer

(3) "Vom Ende der Kindheit" (r., mit Susanne Stein, Wolfgang Adam, Magda Decker und Paul Louis Schopf)