Lampenfieber - It’s Showtime

Ballettrevue von Sabrina Sadowska

Musik von Charlie Chaplin, Peter Kreuder, Benny Goodman, Django Reinhardt, Walter Donaldson, Ray Henderson, Gerardo Matos Rodriguez, Leonard Bernstein u.a. 

URAUFFÜHRUNG

Premiere: 10.09.2016


"Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe."


… heißt es in einem spanischen Sprichwort, welches verdeutlicht, dass Tanz weit über das rhythmische, ästhetische Bewegen zu Musik hinausgeht. Tanz bedeutet Leben und Hingabe und ist nonverbaler Ausdruck eines Zeitgeistes und seiner Menschen.


In einer bunten Revue streifen namhafte Choreografen, angeführt von der Doppelspitze des Balletts Chemnitz, Sabrina Sadowska und Reiner Feistel, durch die Zeit und lassen legendäre Tänze in besonderer Kulisse aufleben. Dreh- und Angelpunkt ist ein alter Saal in einer europäischen Metropole, der von den 20er Jahren bis in die Gegenwart nicht nur künstlerische, sondern politische oder auch ganz persönliche Geschichten miterlebt hat und nun in einer Rückschau von seinem wechselvollen Dasein zwischen Showtreppe und Garderobenalltag „erzählt“. Charleston, Jazzdance, Rock’n’Roll, weltberühmte Musicalhits und Titel aktueller Tanzfilme, die die Kinokassen randvoll füllten – dem Tanz wird die Bühne überlassen. Sie ist der gemeinsame Nenner einer Vielzahl von Charakteren vor und hinter den Kulissen, die ihre ganz verschiedenen Lebensentwürfe im Moment der Bewegung erfüllt sehen.


Tanzsäle sind von jeher Orte der Grenzüberschreitung, des Austauschs und der Begegnung unterschiedlicher sozialer Gruppen. Im Umgang mit dem eigenen Körper spiegelt sich im Tanz immer auch das Verhältnis einer Gesellschaft zu sich selbst wider, die vor allem in den kleinen privaten Theatern seit dem 19. Jahrhundert einen Raum zum Ausprobieren jenseits der hochkulturellen Opern- und Schauspielbühnen fand. Beginnend in den Pariser Varietés, erfolgte in den unzähligen neu eröffnenden Unterhaltungstheatern eine Befreiung des Körpers von den Regeln des klassischen Tanzes und bürgerlicher Moralkodizes. In jenem Experimentierraum konnten Tanzformen entstehen, die gesellschaftliche Normen neu ausloteten. Eine Fortsetzung dieser Entwicklung fand mit der Erfindung des Films statt. Durch die neuen filmischen Möglichkeiten konnte außerdem das weitergeführt werden, was im Tanzsaal im Kopf des Publikums und auch der Tänzer stattfand: die Erschaffung einer Traumwelt als Gegenbild zum mühsamen Alltag.


Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten / incl. 1 Pause  

Altersempfehlung: ab 10 Jahren 

Preis: 12,00 bis 33,00 Euro 


Pressestimmen zu dieser Inszenierung