Iordanka Derilova

Die in Sofia geborene Sopranistin Iordanka Derilova studierte an der Akademie B. Christoff in Rom bei Aleksandrina Milcheva. Sie debütierte am Opernhaus Burgas als Elisabetta in Verdis „Don Carlos“, sang in der Nationaloper Sofia und in fast allen Opernhäusern Bulgariens. 1998 folgte ein Festengagement an der Staatsoper Prag, wo sie u. a. Rollen wie Abigaille, Leonora, Aida, Amelia (Ein Maskenball), Elisabetta, Tosca, Madama Butterfly sang. 2000/2001 wurde sie für die Rolle der Amelia in „Ein Maskenball“ am Nationaltheater Mannheim engagiert und sang mit großem Erfolg Aida in Japan zusammen mit dem Tenor José Cura. Sie singt auf Opernbühnen in Italien, der Schweiz, Holland, Litauen, Zypern, Katar, der Türkei, Russland, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Deutschland.

 
2003 folgte ein Festengagement am Anhaltischen Theater Dessau, wo sie Rusalka, Elisabeth, Amalia in „Die Räuber“, Giovanna d’Arco, Mignon, Elvira in „Don Giovanni“, Lady Macbeth sowie Kundry sang und als Isolde in „Tristan und Isolde“ debütierte, für die sie als „Sängerin des Jahres“ in der Zeitschrift Opernwelt nominiert wurde. 2005 wurde sie für die Titelrolle in Puccinis „Tosca“ für den renommierten tschechischen Thalia-Preis nominiert. 2005/2006 sang sie Lady Macbeth am Staatstheater Braunschweig. In Österreich folgten zahlreiche Engagements bei den Sommerfestspielen in St. Margarethen (Abigaille, Turandot, Aida), wo sie mit Regisseuren wie Gianfranco de Bosio, Robert Herzl und Dirigenten wie Anton Guadagno, David Guadagno, Marco Bohemi, Koen Schoots u. a. zusammenarbeitete, bei den Sommerfestspielen Open Air Gars (Tosca, Abigaille) und den Sommertagen in Graz (Aida, Abigaille). 2007/08 gastierte sie am Schaljapin Festival in Russland (Kazan) als Aida und Abigaille unter der Leitung von Marco Bohemi. In den Spielzeiten von 2006 bis 2008 begeisterte sie das Publikum in Osnabrück mit Puccinis „Turandot“ und als Venus in „Tannhäuser“. 2008 präsentierte sie sich als Turandot bei den Salzburgern Festtagen. Die Höhepunkte des Jahres 2009 waren die Ernennung zur Kammersängerin und die Rolle der Elektra, mit der sie an der Royal Opera Stockholm und im Teatro Massimo Bellini Catania gastierte.

 
2011 gastierte Iordanka Derilova u. a. in Kiev bei der Richard-Wagner-Gala und an der Staatsoper Prag mit Abigaille, Aida, Tosca und Madame Butterfly. 2012 folgte ihr Debüt als Brünnhilde („Götterdämmerung“) in Dessau, 2013 gastierte sie mit Abigaille in Paris und Spanien und sang Tosca und Elisabeth in Sofia. Wieder in Dessau sang sie 2014 Katerina Ismailova in „Lady Macbeth von Mzensk“ und Brünnhilde in „Die Walküre“. Mit Turandot gastierte sie 2015 u. a. in Japan und erhielt 2016 den Thalie-Preis für die außergewöhnliche Darstellung der Renata in „Der feurige Engel“.