Pique Dame

Oper von Pjotr Tschaikowsky
Text von Modest Tschaikowsky

nach der gleichnamigen Novelle von Alexander Puschkin


Premiere: 26.11.2016


Sankt Petersburg um 1790. Die Mär von einer alten, stadtbekannten Gräfin, die einst als „Venus moscovite“ ganz Paris den Kopf verdreht haben soll, wird für den Offizier Hermann zur fixen Idee: Weniger ihre legendäre, aber längst verwelkte Schönheit als vielmehr ihr aus jener Zeit stammendes geheimes Wissen um drei Karten, mit denen man beim Pharo garantiert gewinnt, stachelt seine Fantasie an. Als sich herausstellt, dass die unbekannte Schöne, in die Hermann sich verliebt hat, ausgerechnet die Enkelin jener Gräfin ist, die man hinter vorgehaltener Hand „Pique Dame“ nennt, reift in ihm ein teuflischer Plan ...


Vordergründig eine Glücksspieltragödie aus dem zaristischen Russland, entpuppt sich "Pique Dame" als eine zeitlose Parabel um die ewig alte Frage, ob und wie das Glück zu bannen, zu berechnen, zu zwingen sei. Wie schon bei "Eugen Onegin" stammt die Vorlage auch für diese Tschaikowsky-Oper von Russlands Nationaldichter Nummer eins: Alexander Puschkin. Dessen 1834 erschienene Novelle richtete Tschaikowskys Bruder Modest 1887 als Libretto ursprünglich für Nikolaj Klenowsky ein, der aber von einer Vertonung Abstand nahm. So wurde der Weg frei für Pjotr Tschaikowsky, der 1890 mit der Uraufführung von "Pique Dame" in St. Petersburg einen weiteren großen Erfolg erzielen konnte.


Helen Malkowsky, aus Dresden stammend, war Oberspielleiterin am Staatstheater Nürnberg und Operndirektorin am Theater Bielefeld. Als Regisseurin arbeitete sie an zahlreichen Theatern Deutschlands und Österreichs. In Chemnitz hat sie bereits Donizettis "Lucia di Lammermoor", Verdis "Don Carlos", Korngolds "Die tote Stadt" und – zusammen mit den Ausstattern Henrike Bromber und Hermann Feuchter – Peter Eötvös‘ "Paradise Reloaded (Lilith)" inszeniert.


Aufführung in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Dauer: ca. 3 Stunden 10 Minuten / incl. 1 Pause 

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Preis: 14,00 bis 38,00 Euro 


Pressestimmen zu dieser Inszenierung