Silke Johanna Fischer

Silke Johanna Fischer fand über Umwege zum Theater. Zuvor arbeitete sie als Bürokauffrau, in der Altenpflege und in der niederschwelligen Drogenarbeit. Nach dem Abitur zog sie nach Berlin und studierte Theaterwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Isländisch an der Freien und an der Humboldt Universität. Nebenher engagierte sie sich bei zahlreichen Bühnen und freien Projekten, sie arbeitete u. a. als Regie- und Produktionsassistentin für das Gefängnistheaterprojekt mit inhaftierten Jugendlichen „EastWestSideStory“. Am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau inszenierte sie „Der Ehemann“ (Commedia dell`arte Szenario aus der Sammlung Flaminio Scala), „Der Diener zweier Herren“ (Carlo Goldoni), „Hamletmaschine“ (Heiner Müller) und „In 80 Tagen um die Welt“ (eigene Fassung nach Jules Verne). Bis 2014/15 war Silke Johanna Fischer als Regieassistentin am Schauspiel Chemnitz engagiert. Hier leitete sie u. a. die NACHTSCHICHT-Reihe „lyric-sound-performances“. In Chemnitz stellte sie sich dem Publikum mit dem prämierten Stück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik 2014, "Die Erben des Galilei" (Martin Bauch) als Regisseurin vor und inszenierte "Gegen die Liebe" (Esteve Soler) sowie „In Transit – Vom Ende der Kindheit“ (Textbeitrag Nis-Momme Stockmann). Seit Ende der Spielzeit 2014/15 arbeitet sie als freischaffende Regisseurin und ist als Sound-Designerin, Schlagzeugerin, Sängerin, Videokünstlerin, Schauspielerin und Bühnenbildnerin tätig. In der letzten Spielzeit brachte sie Heiner Müllers „Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei“ auf die Große Bühne sowie „Zorro“ als Sommertheater in den Küchwald.